Aktuelles

 

 Für das Jahr 2021 sind folgende Termine geplant:

 

Mitgliederversammlung

  • 12.10.2021

Workshop - Umgang mit Todeswünschen

  • 20.-21.08.2021 

BVP - Plenartreffen 

– Praxisanleitung für die BVP Gesprächsbegleiter

  • 18.01.2021
  • 15.03.2021
  • 17.05.2021
  • 20.09.2021
  • 15.11.2021

Qualitätszirkel Ethik

  • 12.01.2021
  • 09.02.2021
  • 09.03.2021
  • 11.05.2021
  • 08.06.2021
  • 13.07.2021
  • 10.08.2021 (fällt aus)
  • 14.09.2021
  • 12.10.2021  - Mitgliederversammlung
  • 09.11.2021
  • 14.12.2021

 

 

DER NÄCHSTE QUALITÄTSZIRKEL ETHIK FINDET AM 09.11.2021 UM 18.15 UHR STATT

Beim nächsten QZ Ethik stellen die ambulanten Hospizdienste in Bochum ihre Arbeit vor.

"Wir können das Leid nicht nehmen, aber wir können die unterstützen, die damit leben müssen. Es leidet nicht nur der Körper des Erkrankten.

Die ambulante Hospizarbeit Bochum stellt ihre Entlastungsangebote für Familiensysteme, die in einer existentiellen Krise sind, vor.

Dasein, wenn Andere gehen müssen."

 Gäste sind herzlich willkommen.

 Bei Interesse können Sie sich anmelden unter   koordination@ae-bochum.de

 

Gesprächsbegleiter - Workshop 2021

 

  • 24.06. - 26.06.2021 Block A
  • 28.10. – 30.10.2021 Block B
  • 18.02. – 19.02.2022 Block C

 

Gesprächsbegleiter - Workshop 2022

 

  • 20.01. - 22.01.2022 Block A
  • 12.05. – 14.05.2022 Block B
  • 02.09. – 03.09.2022 Block C

 

Netzwerktreffen BVP 2021

Das Netzwerk "Behandlung im Voraus Planen" in Bochum kommt weiter voran

WAZ Artikel vom 14.07.2021

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Ambulante patienten-zentrierte Vorausplanung für den Notfall

Am 09.04.2020 konnte unter Beteiligung von sechs Fachgesellschaften der Leitfaden und die Dokumentation zur "Ambulanten patientenzentrierten Vorausplanung für den Notfall" veröffentlicht werden. Der Leitfaden enthält Hilfestellungen zur Indikationsstellung und zur Ermittlung des Patientenwillens.

Die entsprechenden Dokumente können Ärztinnen und Ärzte unter dem Menüpunkt "Downloads" auf dieser Homepage finden.

Corona

Bochumer Ärzte sehen Intensivmedizin auch kritisch

Was vom 16.04.2020

.... "Dabei könnte es für ältere Menschen gerade in diesen Zeiten tröstlicher und menschlicher sein, im eigenen Bett zu sterben", sagt die Bochumer Haus- und Palliativärztin Dr. Birgitta Behringer (54). Als Vorsitzende des Ambulanten Ethikkomitees Bochum appelliert sie an Senioren und Angehörige, rechtzeitig an eine Patientenverfügung zu denken. Damit im Notfall Klarheit herrscht, was der Patient will - und was nicht.

"Behandlung im Voraus planen": So heißt ein Netzwerk des Ethikkomitees u.a. mit Ärzten, Pflegern, Seelsorgern, Seniorenzentren, Hospizdiensten, der Stadt und Juristen. "Es ist ein Bochumer Modell, einzigartig in Deutschland", sagt Birgitta Behringer, die nicht nur das Komitee, sondern auch das Netzwerk leitet. Das gemeinsame Ziel: Menschen in der letzten Lebensphase sollen medizinisch so versorgt werden, wie sie es wollen bzw. gewollt hätten.

Patientenverfügung schafft Sicherheit

Dieser ureigene Wunsch nach einem selbstbestimmten Sterben gewinnt durch das Coronavirus eine dramatisch neue Bedeutung. Vielfach fehle es an aussagekrä"igen Patientenverfügungen, verfasst in Zeiten, in denen die Menschen dazu geistig und körperlich noch in der Lage waren. Schlägt das Virus lebensbedrohlich zu, erfolgt in der Regel eine Noteinweisung in die Klinik. Dort herrsche dann vielfach Ungewissheit über eine lebensverlängernde Behandlung, sowohl bei Ärzten als auch Angehörigen, schildert Prof. Dirk Behringer (58), Onkologie-Chefarzt in der Augusta-Klinik.

Für die Folgen findet der Wittener Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns drastische Worte. In der Corona-Krise werde mit der Apparatemedizin versucht, hochbetagte Menschen zu retten, die das gar nicht wollen, so Thöns in einem WAZ-Gespräch. Die Sterberate sei dennoch hoch. Schwer erkrankte Senioren würden "in den sicheren, anonymen, unbegleiteten Tod geschickt".

Bewohner und Angehörige werden unterstützt

Birgitta Behringer lehnt zwar jede Pauschalisierung ab. Ihr Ehemann ärgert sich über eine Herabwürdigung der tapfer kämpfenden Klinikärzte und -Pfleger. "Alter ist kein Grund, jemand nicht zu behandeln. Das ist ethisch nicht vertretbar!", bekräftigen die Behringers. Jeder habe auch in der Corona-Krise das Recht auf die bestmögliche medizinische Versorgung. Aber: "Wir müssen spätestens jetzt mit unseren älteren Menschen sprechen, welche Voraussetzungen für eine Behandlung notwendig sind. Was ist wichtig für mich? Was kann, was will ich noch erreichen? Welche Grenzen setzt die Medizin?"

Das soll in den von Corona besonders betroffenen Altenheimen jetzt noch häufiger passieren. "Die Stadt und der ärztliche Rettungsdienst haben uns gebeten, uns um die Unterstützung der Seniorenheim-Bewohner in Bochum zu kümmern", berichtet Birgitta Behringer.

Für den Notfall vorbeugen

Stadtweit sind mehr als 20 Gesprächsbegleiter aktiv, die vom Ethikkomitee fortgebildet wurden, Bewohner und Angehörige fundiert beraten und über Patientenverfügungen (auch ohne Notar) informieren. Dazu seien auch die Hausärzte aufgerufen. So werde Sicherheit und Verlässlichkeit geschaffen.

"Die Bewohner können sich in Ruhe vorbereiten. Man kann ihnen anstrengende Aufenthalte im Krankenhaus ersparen und vermeidet schnelle Entscheidungen etwa vor der Einweisung auf eine Intensivstation. Dieser präventive Ansatz ist uns im Ethikkomitee immens wichtig", so Dirk Behringer. Weiterer Vorteil: Die Intensivbetten und auch Beatmungsgeräte bleiben für Patienten frei, die eine reelle Chance auf Heilung haben.

Sterben im eigenen Bett

Birgitta Behringer ist als Palliativmedizinerin sicher, dass rechtzeitige Vorsorge viel zusätzliches Leid verhindern kann. Nicht erst in der Corona-Krise stelle sich häufig heraus, dass Intensivtherapien - die viel zitierten Schläuche - für gebrechliche Menschen nicht mehr angezeigt seien. "Häufig sagen uns alte Menschen, dass sie das nicht mehr ertragen wollen und lieber im eigenen Bett sterben möchten": begleitet von ihren Familien, was in Kliniken derzeit schwierig bis unmöglich ist.

Auch diesen Weg zu gehen, das gelte es zu bedenken, ohne dabei zu verallgemeinern, dass alte Corona-Patienten kaum zu retten seien. Dagegen sprechen auch die aktuellen Zahlen. Zwar gibt es 13 Tote. Doch von den bislang 387 Infizierten in Bochum sind 261 wieder genesen.

Informationen: Ambulantes Ethikkomitee, Geschäftsstelle Am Heerbusch 3, Bochum, www.ethikkomitee-bochum.de

Seniorenheimpatienten mit COVID-19-Risiko

Empfehlungen des Ambulanten Ethikkomitees zur Vorsorgeplanung

Das Ambulante Ethikkomitee stellt Empfehlungen zur Verfügung für die gesundheitliche Vorsorgeplanung für Seniorenheimpatienten mit COVID-19-Risiko.

Sie können diese Empfehlungen unter dem Menüpunkt "Downloads" auf dieser Homepage finden.

Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere

Das AEB und Frau Dr. Behringer erhalten Menschenrechtspreis

Das AEB erhält Menschenrechtspreis - Presseecho

Stadtspiegel Bochum, Eberhard Franken

Berichte im

Stadtspiegel Bochum-Ost vom 24.07.2019,

in der WAZ Bochum vom 12.08.23019

und Unsere Kirche (UK) vom 18.08.2019

WAZ BOCHUM 28.12.2018 NEUES NETZWERK STÄRKT DEN WILLEN DER PATIENTEN

WAZ 07.09.2018: Segensreiche Hilfe am Lebensende

Unsere Kirche 28.8.18 Entscheidungshilfe am Lebensende

Lokalkompass 18.7.2018 Ethikkomitee und Adipositaszentrum beim Selbsthilfetag

Beim Selbsthilfetag auf dem Dr.-Ruer-Platz freuten sich die Gruppen vom Adipositaszentrum NRW der Augusta Kliniken genauso über prominenten Besuch wie das Ambulante Ethikkomitee Bochum, in dem neben Prof. Dr. Dirk Behringer noch weitere Augustaner mitwirken. Die Vorstandsmitglied Dr. Birgitta Behringer und Rainer Meschenat berichteten, dass Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke und Oberbürgermeister Thomas Eiskirch vorbeigeschaut und sich informiert hatten.

Auf dem zentralen Bochumer Platz präsentierten sich bei strahlendem Wetter sehr viele der gut 250 Selbsthilfegruppen der Stadt und machten auf ihre jeweiligen Anliegen aufmerksam. Das Adipositaszentrum NRW bietet Lösungen für Menschen mit massivem Übergewicht. Im Ambulanten Ethikkomitee Bochum (AEB) haben sich Menschen aus verschiedenen Professionen des Gesundheitswesens zusammengefunden, um sich mit medizinethischen Fragen auseinanderzusetzen und der Öffentlichkeit unmittelbar zu dienen.

WAZ 23.5.2018 Patientenverfügung oft wirkungslos

Foto: Ingo Otto (WAZ 23.5.2018)